Energiewerkstatt der Gemeinde Roßdorf (ehemals Energie- und Klimawerkstatt, davor schon einmal Energiewerkstatt, davor Runder Tisch Energie): Historie


Anfang 2017 machte die "Große Koalition" aus CDU und SPD mit einem Antrag einen formellen Vorstoß im Gemeindeparlament. Darüber berichtete das Darmstädter Echo am 26.02.2017 unter der Überschrift "Roßdorf startet Energie-Werkstatt". Die Gemiendevertreter fassten den Beschluss einstimmig bei drei Enthaltungen aus der Fraktion WIR.

Während der gesamten Zeit vor und nach dem Beschluss haben wir als REG.eV bei Gesprächsterminen mit der Bürgermeisterin nachgefragt, wann nun der Runde Tisch Energie bzw. die Energie-Werkstadt eingerichtet wird. Zuletzt erfolgte diese Nachfrage öffentlich in der Fragerunde nach dem Vortrag der Bürgermeisterin zum Thema "Energiewende vor Ort - Erreichtes und Geplantes" am 25.10.2018. Claus Nintzel formulierte es etwas provokativ mit der Frage, ob dieses Thema "ausgesessen" werden soll. Die Antwort von Frau Sprößler war schmeichelnd und ernüchternd zugleich: "REG.eV macht die Arbeit so gut, da fallen mir keine Themen für den Runden Tisch mehr ein." Mehrere Zuhörer machten darauf aufmerksam, dass REG.eV ein privater Verein sei und einige Themen nur durch die Verwaltung und das Parlament bei Bürgerbeteiligung zu regeln sei.

Ein anwesender Vertreter der Fraktion WIR hat im Anschluss an die Veranstaltung eine Anfrage ins Gemeindeparlament eingebracht.

Am 6. März 2020 behandelte die Gemeindevertretersitzung (Legislative) eine Vorlage des Gemeindevorstands mit dem Titel "Integriertes Klimaschutzkonzept: Leitbild, Maßnahmenkatalog und Klimamanager*in. Eine Aufgabe soll sein: Öffentlichkeitsarbeit wie z.B. "Runder Tisch - Energie".

Zum 1.1.2021 wurde auf 3 Jahre befristet eine Klimaschutzmanagerin eingestellt. Ihre Aufgabe umfasst die Einrichtung des Runden Tisch Energie.

Mit Datum vom 13.01.2020 stellt die Fraktion WIR für die Gemeindevertretersitzung am 05.02.2021 - also nach knapp 4 Jahren - eine Anfrage zum aktuellen Stand des Beschlusses der Gemeindevertretung vom 17.02.2017 mit fünf dezidierten Fragen.

Auf der letzten Gemeindevertreter-Sitzung der Legislaturperiode 2016-2021 am 05.02.2021 wurde verkündet, dass der Name "Energiewerkstatt" verwendet werden soll. Ein Konzept sei erstellt und die Energiewerkstatt soll im III. Quartal 2021 erstmals tagen, und zwar unter Leitung der Bürgermeisterin, so sie am 14.03.2021 als einzige Kandidatin gewählt wird. Die weiteren Sitzungen sollen dann von der Klimaschutzmanagerin geleitet werden.

Unabhängig von der Energiewerkstatt als Bürgerforum hat die Gemeindeverwaltung Roßdorf  im Frühjahr 2021 intern damit begonnen, das Thema 5 RADVERKEHRSKONZEPT zu diskutieren.

Seit Sommer 2021 ist vorgesehen, dass die Energiewerkstatt von einem Vertreter*in der Landesenergieagentur (LEA) kostenfrei moderiert wird.

Auch wenn die Energiewerkstatt nicht wie vorgesehen getagt hat, konnte aufgrund der Antwort vom 03.11.2021 auf eine Anfrage der Fraktion B90/GRÜNE im Gremienportal der Gemeinde Roßdorf ermittelt werden, dass der Name in Energie- und Klimawerkstatt geändert wurde.

Die Klimaschutz-Managerin Sabrina Gran hat die Gemeinde zum 30.03.2022 wieder verlassen. Eine ihrer letzten Tätigkeiten war, eine Firma aus Darmstadt für die Moderation der Energie- und Klimawerkstatt auszuwählen (Fa. qäntchen+glück) sowie die Teilnehmer für einen Auftakt-Termin pro Fraktion und Institution intern je eine Person einzuladen. Dieses Treffen hat am 16. März um 18:00 online via Zoom stattgefunden, inhaltlich wurde nicht gearbeitet.

Ein zweites Treffen hat am 19.Juli um 18:00 Uhr online via Zoom stattgefunden und wurde es wurde von Sabrina Wissenbach eingeladen (Leiterin des Umweltamts als Vertretung, hat die Gemeinde zum 30.08.2022 verlassen). Es blieb unklar, ob es bereits die 1. Sitzung der Energiewerkstatt war, weil im wesentlichen des Umgang mit den Tools geübt wurde und u.E. auch die Nennung von spontanen Projektideen und die vorherige Festlegung von Projektkriterien dazugehörten. Der neu eingestellte Klimaschutz-Manager Alexander Haus hat teilgenommen. Er wurde zum 18.07.2022 eingestellt und hat zum 31.10.2022 wieder gekündigt und war in der Zwischenzeit noch mehrere Wochen in Urlaub.

Eine weitere Sitzung hat am 8.9. stattgefunden in Präsens stattgefunden. Dadurch wurde es notwendig, unseren bisherigen Teilnehmer Claus Nintzel gegen Wulf Kraneis auszutauschen. Es sollte geklärt werden: Welche Projekte sind sinnvoll? Wie wählen wir sie aus? Wie organisieren wir unsere Arbeit in Kleingruppen? Wie tragen wir Fragen und Ergebnisse ins Rathaus? Auch in der nächsten Sitzung am 6.10. sollen noch strukturelle Fragen behandelt werden.