Die beiden Windräder sollen "Nachwuchs" bekommen. Das hat das Gemeindeparlament im März und Dezember 2023 beschlossen wie auch die Realisierung als Bürgerwindpark. Sie könnten hier als Roßdorfer Bürgerin und Bürger wie auch aus angrenzenden Kommunen investieren. Die Ergebnisse einer Umfrage im Frühjahr 2023 haben ergeben: 384 Meldungen mit mind. 1.854 Mio € und max. 4.631 Mio €. Auch dies scheint die Gemeindevertretung mit Bürgermeister Zimmermann an der Spitze zu ignorieren. Für uns gilt: Energie dort erzeugen, wo sie gebraucht wird!
Dieses hat sich der gemeinnützige Verein Roßdorfer Energie-Gemeinschaft e.V. (kurz REG.eV) zum Motto erkoren. Hier erfahren Sie alles rund um das Thema Energiewende auf lokaler Ebene. Erwarten Sie jedoch keine Wiederholung von Grundsatz-Themen. Dies können Sie u.a. bei Wikipedia und auf anderen Internet-Seiten nachlesen.
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BauGB-Novelle erschwert Repowering
Planungs- und Investitionssicherheit fußen auf einem stabilen Rechtsrahmen, der sich nicht sprunghaft ändert. Die Änderungen beim Repowering von Windenergieanlagen mit dem Kabinettsbeschluss der Regierung Merz zur BauGB-Novelle stellen einen Bruch mit dem bisherigen Rahmen dar, bedauert Wolfram Axthelm, Geschäftsführer des Branchenverbandes BWE.
(von Wolfram Axthelm, Bundesverband Windenergie, veröffentlicht im Tagesspiegel am
Durch das EEG 2027 drohen 69 % des Stroms aus privaten PV-Anlagen verloren zu gehen
9. Juni 2026 – Die neue PV2027-Studie von aquu im Auftrag des Solarenergie-Fördervereins Deutschland (SFV) belegt, dass die geplanten Einschnitte durch das EEG 2027 den Ausbau privater Photovoltaikanlagen drastisch ausbremsen könnten. Für neue Photovoltaikanlagen bis 25 Kilowatt soll ab Januar 2027 gelten: Überschussstrom wird entweder zu schwankenden Börsenstrompreisen vermarktet oder darf nicht mehr in das Netz eingespeist werden. Mit dieser sogenannten Nulleinspeisung würden 69 Prozent des Stromertrags einer typischen Photovoltaikanlage abgeregelt werden.
Die Anstalt im ZDF glänzt mit Fakten
Die Redaktion der „Anstalt“ hat sich vor einigen Tagen wieder mit dem Bundeswirtschaftsministerium und Ministerin Katherina Reiche beschäftigt. Absolut sehenswert – und (leider) ganz wenig Satire.
Artikel der DGS-News
Die Artikel der News vom 20.05.26 aus der Deutschen Gesellschaft Solarenergie e.V. (DGS) ist diesmal insgesamt so interessant, dass ich auf den Newsletter insgesamt hinweise.
Klimakrise im Atlantik: Aufruf zur Vorbereitung auf Kollaps
Angesichts der wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Gefahr eines bevorstehenden Zusammenbruchs der Atlantischen Meridionalen Umwälzströmung (AMOC), zu dem auch der Golfstrom gehört, gibt es eindringliche Aufforderungen an die Bundesregierung. Mehr und Unterzeichnung des Aufrufs hier!
Reiche stellt dem Moorschutz den Strom ab
Um die Ziele im Klima- und Naturschutz zu erreichen, ist Photovoltaik auf wiedervernässten Mooren unverzichtbar. Diese auch wirtschaftlich rentable Doppelnutzung von Flächen will Wirtschaftsministerin Reiche jetzt im Zuge der EEG-Reform unmöglich machen. Manche Klimaschutz-Ideen sind so gut, dass sie eigentlich für sich selbst sprechen. Nehmen wir beispielsweise die Kombination von wiedervernässten Mooren mit Photovoltaik (Bild: Pixabay.com,Text: klimareporter.de).
Strafanzeige gegen Ministerin Reiche wegen des Verdachts auf Totschlag durch Unterlassen
Dr. Maiken Winter – eine mir seit Jahren bekannte integre Klimaschützerin – kürzlich bei der Generalstaatsanwaltschaft Berlin Strafanzeige gegen Ministerin Reiche erstattet. Der Vorwurf: Verdacht auf Totschlag durch Unterlassen (§§ 212, 13 StGB) sowie die Verletzung verfassungsrechtlicher Schutzpflichten. Ein schwerer Verdacht liegt nahe: Politikerinnen und Politiker, die effektiven Klimaschutz blockieren oder aufweichen, nehmen den Tod von Menschen wissentlich in Kauf. Wie begründet dieser strafrechtliche Verdacht ist, zeigt ein aktueller Bericht im Guardian: Eine unabhängige Kommission der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt dringend, wegen der Klimakrise den „gesundheitlichen Notstand von internationaler Tragweite“ (PHEIC) auszurufen. Dies ist die höchste medizinische Warnstufe, die zuvor bei Krisen wie Covid-19 ausgerufen wurde.
Die Experten warnen: Ohne effektiven Klimaschutz werden Millionen Menschen sterben. Neben Extremwetterereignissen breiten sich tropische Krankheiten wie das Dengue-Fieber rasant aus. Zudem kritisieren die Fachleute die Milliarden-Subventionen für fossile Brennstoffe, die allein in Europa jährlich 600.000 vorzeitige Todesfälle verursachen. Dies und noch mehr berichtet Hans-Josef Fell in seinem Artikel vom 20. Mai 2026.
Erneuerbare plus Speicher liefern jetzt gesicherte Leistung rund um die Uhr
Gesicherte Stromgestehungskosten beantworten die Frage: Was kostet eine Kilowattstunde Strom, die zuverlässig rund um die Uhr verfügbar ist - mit Batterie, mit Überbau, mit allem, was nötig ist? Und dieser Preis fällt rasant. Die entscheidende Benchmark ist das Gaskraftwerk, das die Bundesregierung mit der Kraftwerksstrategie bauen will. Und dieses Gaskraftwerk ist teurer, dauert 5 bis 7 Jahre statt 1 bis 2 Jahre Bauzeit, und macht Deutschland abhängig von Gasimporten, deren Preise bei jeder geopolitischen Krise nach oben schießen (Bild KI-generiert und Text von Cleanthinking). Ein Pech für Gas-Kathi!
Murks mit Ansage - Reiches Wärmegesetz: Der Normenkontrollrat spricht Klartext
Das Kabinett hat diese Woche das Gebäudemodernisierungsgesetz beschlossen - Katherina Reiches Gegenentwurf zum Gebäudeenergiegesetz der Ampel. Acht Verbände haben den Entwurf am selben Tag zerlegt. Vom BUND bis zum VDI, von der Verbraucherzentrale bis zur Solarwirtschaft. Selbst Verbände, die eigentlich profitieren müssten, kritisieren scharf. Die ganze Analyse lesen Sie hier.
Aber der härteste Befund kommt nicht aus der Branche. Er kommt vom Nationalen Normenkontrollrat. Dazu kommt ein Skandal im Verfahren selbst: Verbände hatten vier Werktage Zeit für ihre Stellungnahmen. Vier Tage für ein technisch hochkomplexes Gesetz mit weitreichenden Folgen für Millionen Eigentümer, Mieter und Unternehmen, wie cleanthinking berichtet (Foto: Bundesregierung/Jesco Denzel).
„Kein einziges Problem gelöst“: Warum das Netzpaket den Windenergie-Ausbau stoppen könnte
Der Windenergie-Ausbau in Deutschland hängt vom Stromnetz ab – doch das geplante Netzpaket steht in der Kritik. Es würde „kein einziges Problem lösen“ und könnte Projekte sogar ausbremsen. BWE-Präsidentin Bärbel Heidebroek fordert stattdessen von Katharina Reiche schnellere Genehmigungen und mehr Tempo beim Netzausbau. (Bild: Bärbel Heidebroek, Präsidentin des BWE im Interview)
Jahrelanges Verhindern der Erneuerbaren ist die Ursache der heutigen Wirtschaftskrise
Jahrelanges Verhindern eines schnellen Ausbaus der Erneuerbaren Energien unter Merkel ist die tiefere Ursache der heutigen Wirtschafts- und Energiekrise. „Die Energiepreise“ sind infolge des Irankrieges gestiegen und belasten die deutsche Wirtschaft – so lauten alle Analysen, die ich täglich rauf und runter in den Medien lese.
Die Aussage „die Energiepreise sind gestiegen“ ist jedoch bereits falsch. Stark gestiegen sind seit dem Beginn des Irankrieges im Februar 2026 die Erdöl- und LNG-Erdgaspreise sowie die Kohlepreise; interessanterweise auch die Uranpreise, also der Brennstoff für Atomkraftwerke, nicht jedoch die Strompreise. Quelle: Trading Economics – Commodities
Solar und Wind viel günstiger als neue Gaskraftwerke: Rechnung zeigt, dass Systemkosten eine Finte sind
Wind- und Solarstrom bleiben laut einem neuen Gutachten deutlich günstiger als neue Gaskraftwerke, selbst wenn Kosten für Netze und Batteriespeicher eingerechnet werden. Beauftragt wurde die Studie von der Deutschen Umwelthilfe und dem Wirtschaftsverband Windkraftwerke. Sie ist damit klar aus dem Erneuerbaren-Lager einzuordnen, greift aber ein zentrales Argument der aktuellen Energiedebatte auf: die sogenannten Systemkosten.
Das Ergebnis laut Studie: Für neue Anlagen im Jahr 2027 kommt Freiflächen-PV inklusive Systemkosten auf 10,9 Cent pro Kilowattstunde, kleine Dach-PV auf 11,9 Cent und Wind an Land auf 11,2 Cent. Neue Gas-und-Dampfkraftwerke liegen demnach je nach Gaspreis bei 28,9 bis 31,1 Cent pro Kilowattstunde. Selbst bei anderer Verteilung der Netz- und Speicherkosten würde sich der Kostenvorteil der Erneuerbaren laut Gutachten nicht grundsätzlich ändern.
Neues Heizungsgesetz von Reiche: Vermieter sollen Hälfte der Bio-Treppe zahlen
Nach der erneuten Verschiebung des neuen Heizungsgesetzes plant die Koalition, Mieter durch eine stärkere Kostenbeteiligung der Vermieter vor hohen Preisen für fossile Brennstoffe zu schützen. Künftig sollen CO2-Abgaben, Gasnetzentgelte und die Kosten der sogenannten Bio-Treppe zur Hälfte zwischen beiden Parteien aufgeteilt werden. Eine zusätzliche Härtefallklausel für unmodernisierte Gebäude soll dabei sicherstellen, dass die Vermietung trotz der neuen Pflichten für Eigentümer wirtschaftlich bleibt. Die Regelung soll den Angaben nach für alle bestehenden und künftigen Mietverhältnisse nach einem Heizungstausch gelten. Mit dieser Einigung scheint ein wesentlicher Kritikpunkt ausgeräumt. Denn der Ersatz der 65 Prozent-Pflicht durch eine Grüngasquote kann zu erheblichen Kostenbelastungen von Eigentümern und Mietern führen. (Bild: Wärmepumpe vor Mietsgebäude, Foto und Text: energie-experten.org)
Netzpaket von Reiche: Redispatch-Vorbehalt könnte Energiewende blockieren - warum?
Der am Dienstagabend bekannt gewordene Referentenentwurf aus dem Bundeswirtschaftsministerium zum sogenannten „Netzpaket“ soll den Ausbau erneuerbarer Energien künftig stärker an den Zustand der Stromnetze koppeln. Ministerin Reiche will damit u.a. die Redispatch-Kosten senken. Experten sind verwundert, denn laut Netzentwicklungsplan 2025 wollen ÜNB sogar stärker auf Engpassmanagement setzen. Warum riskiert Reiche dann mit der Ausweisung von Engpassgebieten den Ausbau nicht nur zu verlangsamen, sondern auch in großen Teilen Deutschlands schlichtweg zu blockieren? Alternative Lösungen, den Ausbau regional zu steuern, ohne die Ausbauziele zu gefährden, gibt es einige. (Bild: zu wenig Netzausbau führt zu Redispatch-Kosten. Während sich die Übertragungsnetzbetreiber im Netzentwicklungsplan 2025 sogar dafür aussprachen, noch stärker auf Engpassmanagement zu setzen, will Reiche nun Engpassgebiete festlegen, um Kosten zu sparen. Experten schlagen Alarm, der im Netzpaket vorgesehene Redispatch-Vorbehalt würde vor Allem die Energiewende weitestgehend zum Erliegen bringen; Foto und Text mit mehr Details und Begründungen: energie-experten.org)
Europa erwärmt sich doppelt so schnell wie der Rest der Welt
Am 17. Juli 2025 maß die Wetterstation im norwegischen Frosta 34,9 Grad. Frosta liegt auf 63,4 Grad nördlicher Breite, ungefähr auf Höhe des Polarkreises. Die Hitzewelle, die Fennoskandinavien im Juli traf, dauerte 21 Tage. Normalerweise erlebt die Region zwei Tage pro Jahr mit starkem Hitzestress. 2025 waren es fast zwei Wochen am Stück.
Der WMO/Copernicus-Bericht „European State of the Climate 2025" dokumentiert dieses Ereignis als die längste und schwerste Hitzewelle, die jemals im subarktischen Europa gemessen wurde. Aber die Hitzewelle in Fennoskandinavien ist nur ein Eintrag in einem 173-Seiten-Bericht, der in fast jeder Kategorie Rekorde verzeichnet. Rund 100 Wissenschaftler haben 45 Datensätze ausgewertet. Die Kernzahl steht auf Seite 12: Europa erwärmt sich mit 0,56 Grad pro Jahrzehnt. Das ist mehr als doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt von 0,27 Grad. Gegenüber dem vorindustriellen Niveau hat sich der Kontinent bereits um rund 2,5 Grad erwärmt. 2025 war für die WMO-Region Europa das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. All da und noch mehr meldete cleanthinking im Newsletter am 30.04.2026.
Ministerin Reiche sollte gehen
Seit Monaten führt Wirtschaftsministerin Katherina Reiche einen Kampf gegen den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland: So will sie die Förderung für Solaranlagen abwürgen, neue Gaskraftwerke ausbauen und den Einbau fossiler Gasheizungen wieder freigeben. Und obwohl sich gegen diese Pläne in den letzten Wochen breiter Widerstand formiert hat, beharrt die Ministerin weiterhin auf ihrer klimaschädlichen Gas-Agenda.
Doch damit nicht genug: Seit Wochen reiht sich ein Skandal an den nächsten, was Reiches Unabhängigkeit und Eignung als Wirtschaftsministerin immer stärker infrage stellt (mehr siehe Beiträge weiter unten).
Wer so Politik macht, handelt nicht im Interesse der Bevölkerung, sondern im Sinne fossiler Interessen. Der Bundeskanzler muss die Ex-Gaslobbyistin endlich entlassen. Nur so kann Katherina Reiches Frontalangriff auf die Energiewende noch gestoppt werden!
Wer will, kann bei der Aktion des Umweltinstitut München e.V. noch mitmachen!
Referentenentwurf favorisiert weiter Gaskraftwerke
Das Bundeswirtschaftsministerium hat den Referentenentwurf für ein Gesetz zur Sicherung der Versorgungssicherheit Strom und zur Bereitstellung neuer Kapazitäten in die Verbändeanhörung gegeben. Der BSW-Solar kritisiert, dass weiterhin keine fairen Wettbewerbsbedingungen für Batteriespeicher enthalten sind. Bei Transnet BW ist man zufrieden, dass der Südbonus weiterhin vorgesehen ist. (BIld: Gasspeicher auf pixabay.com)
Gutachten widerlegt Mythos angeblich hoher Systemkosten erneuerbarer Energien
Strom aus Wind und Sonne ist auch bei Anrechnung von Netzausbau und Batteriespeichern günstiger als Gas, wie ein neues Gutachten der Deutschen Umwelthilfe und des Wirtschaftsverbands Windkraftwerke zeigt. „Katherina Reiche hat ein argumentatives Kartenhaus aufgebaut, um neue Gaskraftwerke durchzusetzen. Dieses Kartenhaus fällt nun in sich zusammen", kommentiert DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner.
Bundesrechnungshof sieht die Wasserstoffpolitik der Bundesregierung als gescheitert an
Im Oktober 2025 legte der Bundesrechnungshof einen ausführlichen Bericht über die Effektivität der deutschen Wasserstoffstrategie vor.
Der Bericht bewertet diese anhand der rechtlichen Anforderungen des Energiewirtschaftsgesetzes, insbesondere Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit, Umweltverträglichkeit, Klimaneutralität und fiskalische Solidität. Sein Fazit lautet, dass die Wasserstoffstrategie diese Kriterien nicht erfüllt, obwohl 2024 bereits 4,3 Milliarden Euro Subventionen bereitgestellt wurden, 2025 mehr als 3 Milliarden Euro folgten und sich mehrjährige Zusagen in Milliardenhöhe bis zum Ende des Jahrzehnts erstrecken.
Der Bericht fordert ausdrücklich einen Realitätscheck und einen Plan B und warnt, dass das Festhalten am aktuellen Kurs gleichzeitig Klimaziele, industrielle Wettbewerbsfähigkeit und die Bundesfinanzen gefährdet. Die Prüfung stellt eingangs fest, dass die Wasserstoffwirtschaft, die Deutschland für 2030 geplant hatte, kaum noch Ähnlichkeit mit der sich abzeichnenden Realität hat. Die inländische Elektrolysekapazität war für 2030 mit 10 GW angesetzt, doch bis 2025 waren weniger als 0,2 GW in Betrieb und inzwischen werden für 2030 weniger als 5 GW erwartet.
Auf der Importseite ist die Diskrepanz noch gravierender. Den ausfühlichen Bericht von Hans-Josef Fell (siehe Bild) gibt es auf seiner Webseite.
Neue Studie zeigt massive Kostensenkungspotenziale
im Stromverteilnetz
Steigende Netzentgelte gelten als unvermeidliche Folge der Energiewende. Eine neue Bestandsaufnahme kommt zu einem anderen Ergebnis. Im deutschen Stromverteilnetz liegen erhebliche Effizienzreserven brach. Würden sie gehoben, könnten Stromkunden und Stromkundinnen im Jahr 2045 12,4 Milliarden Euro pro Jahr einsparen. Das entspricht 17 Prozent der prognostizierten Gesamtkosten der Stromnetze. Auf das Jahr 2026 übertragen entspräche dies Einsparungen von rund 5 Mrd. EUR pro Jahr. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Kostensenkungspotenziale im Verteilnetz“ von Dr. Tim Meyer, 3EPunkt. Sie analysiert zentrale Kostenhebel im Betrieb der heute 851 Verteilnetze in Deutschland und quantifiziert erstmals deren Größenordnung. Z.B. weist die Studie für 22 untersuchte Netzbetreiber im Jahr 2024 eine durchschnittliche Eigenkapitalrendite beim Betrieb von Stromnetzen von 24 Prozent aus. Kalkulatorisch vorgesehen sind 3,5 bis 5,1 Prozent Verzinsung für Investitionen in Netze. Diesen Verdacht hatten wir als REG.eV schon lange. (Bild: Dr. Tim Meyer, unabhängiger Energieexperte aus Pressemitteilung)
Ressortabstimmung für EEG, Netzpaket und Kraftwerksstrategie angelaufen
Am Abend des 21.04.2026 ist die Ressortabstimmung zu den umfassenden Gesetzentwürfen EEG (234 Seiten), Netzpaket (60 Seiten) und Kraftwerksstrategie (194 Seiten) gestartet. Das ist einerseits ein wichtiger Schritt. Gleichzeitig wurde mit dem Start der Ressortabstimmung die Frühkoordination innerhalb der Bundesregierung ohne Einigung abgebrochen. In der Bundesregierung scheint es weiterhin kein gemeinsames energiepolitisches Leitbild zu geben. In Anbetracht der massiven fossilen Energiekrise, die uns bereits jetzt enorme Kosten bereitet, ist das fatal.
Die Entwürfe weichen kaum von den im Februar bekannt gewordenen internen Texten ab. Dies ist unverständlich, da es seither eine breite fachliche Diskussion und eine Fülle besserer Vorschläge, vor allem in Bezug auf das Netzpaket, gegeben hat. Die Bundesregierung täte gut daran, sich mit diesen Vorschlägen ernsthaft auseinanderzusetzen. Wir werden unsere Vorschläge in die wohl ebenfalls noch in dieser Woche beginnende, knappe Verbände- und Länderbeteiligung einbringen.
So schreibt Bärbel Heidebroek, die Präsidentin des BWE (siehe Bild von wind-energie.de).
Macht Katherina Reiche jetzt Ernst?
Energieministerin Katherina Reiche (CDU) zeigt nun ihr wahres Gesicht! Bisher konnte man es nur vermuten. Aber jetzt wird es ganz offensichtlich. Nämlich, dass sie Politik für die Gaswirtschaft und gegen den Rest der Gesellschaft macht. Bekanntlich sollen Gaskraftwerke mit insgesamt 10 Gigawatt „die Versorgungssicherheit mit Strom gewährleisten und künftig als Backups einspringen“, so formuliert es T-online. Zur Finanzierung will die Ministerin eine neue Umlage schaffen – finanziert von Stromkund:innen. Kommentar und Bild von Heinz Wraneschitz in DGS-News vom 23.04.2026.
Mähroboter: nachts bitte abschalten!
Immer mehr Mähroboter rollen durch deutsche Gärten – oft auch nachts. Für Igel und andere Wildtiere endet das häufig tödlich. Gemeinsam mit einem breiten Bündnis machen wir jetzt Druck auf die Politik: Wir fordern ein bundesweites Nachtfahrverbot. Warum das dringend nötig ist und wie auch Sie Igeln helfen können, lesen Sie in der Meldung.
Fokus auf Solarparks in EEG-Novelle gefährdet Klimaziele
Die vom Bundeswirtschaftsministerium eingebrachte EEG-Novelle verschlechtert die Bedingungen für Photovoltaik-Dachanlagen. Stattdessen sollen mehr Solarparks ausgeschrieben werden. Das senkt die Systemkosten, so das Wuppertal-Institut – allerdings nur leicht und auf Kosten der Klimaziele. Mehr in pv-magazine vom 24.04.26. (Bild: Freiflächen-PV auf pixabay.com)
Demo gegen Reiches Politik: Ist das der Kipppunkt?
Am 18.04.2026 haben 80.000 Menschen in Deutschland demonstriert. In Köln 30.000, in Berlin 24.000, in Hamburg 15.000, in München 12.000. Gingen die Menschen aus breiten gesellschaftlichen Schichten auf die Straße. Um ein Zeichen zu setzen. Ein Zeichen im Sinne eines Stoppschilds, das sagt: Es reicht, Frau Reiche.
Die Proteste sind Ausdruck einer Entfremdung zwischen dem politischen Handeln auf der einen Seite und dem, was die übergroße Mehrheit der Bevölkerung möchte. So drückt es auch Luisa Neubauer im ntv-Frühstart aus: “Die Menschen sind so viel weiter als die Politik.” Das ZDF-Politbarometer bestätigt das mit einer Zahl, die jede Ausrede zerlegt: 57 Prozent der Deutschen sagen, die Energiewende geht zu langsam. Nur 15 Prozent sagen „zu schnell". Bei den unter 35-Jährigen sind es 67 Prozent. Mehr bei cleanthinking auf steady.de.
Sicherheit unnötig bei AKW´s
Diese Aussage ist sicher überspitzt, doch wie der verlinkte Bericht belegt, halten einige Start-Ups, die im Bereich der vermeintlichen neuen Mini-Reaktoren arbeiten, teils wenig von den bestehenden Sicherheitsanforderungen an Reaktoren. Noch ein Grund mehr, die Finger von Atomexperimenten zu lassen (Quelle: futurezone.at, Bild: Atommüll auf pixabay.com)
Jetzt geht auch noch Jens Spahn (CDU) auf den Atomtrip
Für 10 Mrd. Euro will er „stillgelegte Reaktoren wieder ans Netz bringen“. Die bringen dann zwar nur 5 Prozent der Stromversorgung her – wenn es überhaupt und in wie vielen Jahren klappen würde. Aber woher der künftige Atommüll produzierende Rohstoff geliefert und wo er gelagert werden soll – darüber schweigt sich der Maskenmilliardenverbrenner aus (Quelle: spiegel.de, Bild: Wikipedia, Jens Spahn CDU-Parteitag 2014 by Olaf_Kosinsky-21)
Lobby liefert: Argumente gegen Batteriespeicher und pro Gaskraftwerk
Ein beispielloser Vorgang im Bundeswirtschaftsministerium wirft ein bezeichnendes Licht auf die tiefen Verstrickungen zwischen Spitzenpolitik und Energiekonzernen in Deutschland. Ausgerechnet das Ministerium unter Leitung von Katherina Reiche, die selbst auf eine lange Karriere in der Gaswirtschaft zurückblickt, bat den Energiegiganten EnBW um maßgeschneiderte Argumente. Das Ziel: Batteriespeicher sollten bei der milliardenschweren Kraftwerksstrategie gezielt zugunsten von fossilen Gaskraftwerken benachteiligt werden. Brisant dabei ist nicht nur, dass hier der Regulierer beim Regulierten Argumente einkaufte, sondern auch, dass der Vorgang zunächst im Verborgenen blieb und gravierende Vollzugslücken im Lobbyregister offenbarte. Die Enthüllungen werfen grundsätzliche Fragen auf – über den sogenannten Drehtür-Effekt in der Politik, eine lediglich vorgetäuschte Technologieoffenheit und weitreichende Entscheidungen, die offensichtlich gegen ökonomische Vernunft getroffen werden. Ein tiefer Einblick in ein System, in dem politische Kontrolle und privatwirtschaftliche Interessen kaum noch zu unterscheiden sind. (Quelle: pv-magazine vom 16.04.2026) (Foto: Bundesregierung/Jesco Denzel)
Iran-Krieg treibt Öl und Gas in die Höhe – deutscher Strom wird trotzdem günstiger
Weltweit steigen die Energiepreise rasant. Öl und Gas werden immer teurer, und viele Länder – ebenso wie ihre Bürger – spüren die Folgen der Blockade der Straße von Hormus direkt an der Tankstelle.
Deutschland spürt zwar ebenfalls steigende Spritpreise, beim Strom zeigt sich jedoch ein kleines Wunder: Anders als noch zu Beginn der Energiekrise nach dem Ukraine-Krieg bleiben die Preise hierzulande weitgehend stabil – manche sogar leicht sinkend. So schreibt Focus am 08.04.2026.
Zu großer Strombedarf wegen KI
Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) hat herausgefunden: Die KIsierung – also immer mehr Kunstintelligenz-Rechenzentren – wird die Strominfrastruktur überfordern. Und was tut unsere Bundesenergieministerin dagegen? Sie will den EE-Ausbau bremsen. Also genau das Gegenteil dessen, was notwendig wäre. (Bild: KI versus Strombedarf: EU-Planungen unrealistisch (Bild: ChatGPT/Dall-E)
Neues Klimaprogramm, alte Probleme
Das neue Klimaschutzprogramm von 2026 der Bundesregierung ist rechtswidrig. Mit den enthaltenen Maßnahmen sind die gesetzlichen Klimaziele 2030 und 2040 realistisch nicht zu erreichen. Dringend notwendige Maßnahmen in den Sektoren Verkehr und Gebäude, in denen eine besonders große Klimaziellücke klafft, fehlen komplett – Stichwort Tempolimit oder Sanierungsoffensive! So schreibt die Deutsche Umwelthilfe (Bild: DUH/Neuschaeffer)
Von der Leyen fordert Solar-Turbo und rüffelt Katherina Reiche
Sechs Milliarden Euro. So viel hat Europa seit Beginn des Krieges im Iran zusätzlich für fossile Importe ausgegeben, schreibt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einem Brief an die Staats- und Regierungschefs. Die Botschaft des fünfseitigen Dokuments ist unmissverständlich: Fossile Abhängigkeit macht Europa verwundbar, Erneuerbare Energien sind der Ausweg. Der Brief ist auch ein klarer Rüffel in Richtung der rückwärtsgewandten Energiepolitik der Katherina Reiche. (Bild: Ursula Von der Leyen, Quelle: EU-Commission).
Elektrohandwerk verzeichnet weitere Rückgänge bei Photovoltaik und Batteriespeichern
In seiner Frühjahrskonjunkturumfrage ermittelt der Dachverband ZVEH für das Jahr 2025 deutliche Auftrags- und Umsatzrückgänge seiner Mitgliedsunternehmen bei Photovoltaik und Speichern. Auch bei Elektroauto-Ladepunkten ist die Geschäftsentwicklung nicht gut, nur Wärmepumpen bringen Wachstum. Auch dies sieht der Verband aber durch die Politik der Bundesregierung gefährdet (Grafik: ZVEH).
Studie: Wasserstoffstrategie droht ohne zusätzliche Speicher zu scheitern
Das Westfälische Energieinstitut hat das Prinzip der Auslastung von Erdgasspeichern auf eine künftige, importabhängige Wasserstoffwirtschaft übertragen. Die zu speichernde Energiemenge wäre demnach ungefähr gleich, das Volumen aber fünfmal höher. Dies meldete pv-magazine am 18.03.2026 und es ist verwunderlich, dass dies bei drohendem KO-Kriterium für Wasserstoff noch niemandem aufgefallen ist. Der Fachverband DGEW e.V. beschreibt sogar die Nutzung der vorhandenen Kavernenspeicher für H2O (Bild: Kavernenspeicher Empelde aus Wikimedia).
Studie: Meeresspiegel an den Küsten ist weltweit viel höher als angenommen, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet
Tatsächlich steht das Wasser lokal im Schnitt gut 20 Zentimeter, vereinzelt auch mehrere Meter höher als berechnet. Damit könnten vom steigenden Meeresniveau deutlich mehr Menschen betroffen sein. Die Zahl der betroffenen Bewohner könne sich damit um 48 bis 68 Prozent erhöhen. (Bild: xWirestockx/IMAGO/Pond5 Images über Süddeutsche Zeitung)
Studie: Neue Gaskraftwerke kosten bis zu 67 Cent je Kilowattstunde
Die geplanten Gaskraftwerke von Frau Reiche sind eine der teuersten Optionen für die Versorgungssicherheit. Das zeigt eine neue Kurzstudie des Forum Ökologisch‑Soziale Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag von Green Planet Energy. Entgegen der Darstellung als kostengünstiges Back-up ist Erdgas politisch hochriskant und Klimaschäden bleiben in den Kostenrechnungen außen vor. (Bild: © Green Planet Energy)
Generalangriff auf die (Bürger-) Energiewende
Faktisch versucht Katherina Reiche nach dem Ende der 65-Prozent-Regel im künftigen Gebäudemodernisierungsgesetz sowie der Kraftwerksstrategie und dem Netzpaket, die Bürger-Energiewende zu beenden. Das betrifft nach der Einschätzung des Herausgebers von Cleanthinking.de auch quasi sämtliche Geschäftsmodelle, die unter dem Stichwort “Flexibilisierung” zusammengefasst werden.
So beispielweise bidirektionales Laden, Energy Sharing oder ganz banal dynamische Stromtarife. Wer braucht noch einen Smart Meter, wenn er angesichts chancenloser Direktvermarktung seines Überschussstroms ohnehin seine Anlage ausschließlich auf Eigenverbrauch optimiert. (Foto: Bundesregierung/Jesco Denzel)
Das Handelsblatt stellt diese Woche in sein Energy Briefing unter das Motto "Energiewende unter Druck" und sieht das meiste aus Reiches Ministerium als überzogen an.
Alle Verschlechterungsvorschläge von CDU/CSU/SPD sind verfassungswidrig
Alle Vorschläge aus der Regierungskoalition sind eine klare Verschlechterung für den Klimaschutz, was nach Art. 20a Grundgesetz verfassungswidrig ist. Nach Art. 20a GG muss der Staat die Lebensgrundlagen auch der kommenden Generationen sichern. Das tut er heute schon nicht ausreichend, weshalb der Staat zu Verbesserungen verpflichtet ist, so das Bundesverfassungs-gerichtsurteil von 2021. Quelle: Hans-Josef Fell – Bundesverfassungsgericht fällt vernichtendes Urteil über die Klimapolitik
Der ehemalige Roßdorfer Pfarrer Dr. Axel Erdmann schrieb in einem Leserbrief in der Oberhess. Presse am 06.02.2026 unter der Überschrift "Zurück zur Steinzeittechnik" u.a.: Der endlos wiederholte Begriff „Technologie-Offenheit“ ist nichts anderes, als ein Zurück zur Steinzeittechnik des Verbrennens fossiler Rohstoffe. Unsere Kinder und Enkelkinder werden auch deswegen mit einer Klimaerwärmung von mehr als vier Grad Celsius und den entsprechenden Katastrophen zu rechnen haben.
cleanthinking.de formulierte am 09.03.2026: Die Fassungslosigkeit wächst — in alle Richtungen. Etwas ist anders geworden in diesem Frühjahr 2026. Die Menschen in Deutschland sind zunehmend fassungslos über eine Regierung, die den fossilen Rollback zum Programm erklärt hat. Katherina Reiche, die Wirtschaftsministerin, die bei Westenergie als "Gas-Kathi" bekannt war, bevor sie ins Kabinett wechselte, demontiert systematisch die Energiewende. Jens Spahn erklärt die "Freiheit im Heizungskeller" für wiederhergestellt. Friedrich Merz schwärmt vom “hocheffizienten Verbrenner”, der mit Methanol betrieben wird (und CO2 ausstößt).
Und Frank Farenski von “Leben mit der Energiewende” formuliert: „Der Generalangriff ist komplett: Fossile Gaskraftwerke, AgNes-Papier, Netzpaket, Streichung Einspeisevergütung. Wirklich ein koordinierter Großangriff. Bundesministerin Reiche wirft die Atombombe auf die Energiewende." Ein Video von ihm auf youtube mit Hans-Josef Fell.
Was haben Sie für ein Gefühl, wenn Sie das Video gesehen haben?
Kernpunkte zum EEG-Entwurf vom Bundeswirtschaftsministerium bestätigt
pv-magazine meldet am 23.03.2026: "Die Streichung der Vergütung für kleine Photovoltaik-Anlagen, der Redispatch-Vorbehalt und andere, in der Erneuerbare-Energien-Branche heftig kritisierte Punkte aus geleakten Entwürfen für EEG und Netzanschlusspaket scheinen sich inhaltlich zu bestätigen. Die Hoffnung, es handle sich um eher unverbindliche Ideen auf Arbeitsebene, schwinden zusehends."
Was bedeutet der Iran-Krieg für Europa? Die Straße von Hormus ist gesperrt. Europa zahlt die Zeche.
Solarpaneele auf Dächern und Windräder in Wiesen brauchen keine Hormus-Straße, kein LNG aus Krisenherden, kein russisches Gas. Sie sind dezentral, resilient, unangreifbar. Das fränkische Dorf Großbardorf zeigt es vor: Mit Bürgergenossenschaften ersetzt es 400.000 Liter Heizöl jährlich, schüttet Gewinne von 500 bis 4.000 Euro pro Anteil aus und verdreifacht Gewerbesteuern. Während die Welt brennt, wächst dort Wohlstand – fossilfrei.
Und Katherina Reiche? Sie versucht verzweifelt, ihre vermurksten Gesetze schönzureden. Dieser Interview-Unfall ist bezeichnend.
Die fossile Panik ist kein Zufall. Sie ist ein System. Trump zündet Bomben, Merz zündet Paragraphen, Europa zahlt die Preise. Aber wir haben die Wahl: Entweder wir bleiben Spielfiguren in einem Krieg um fossile Vorräte – oder wir bauen Souveränität auf, Stück für Stück, Modul für Modul, Rotor für Rotor. Dies formulierte cleanthinking.de (Foto: Theheran, Foto von Sajad Nori auf Unsplash)
Lucas Flügel, Unternehmenssprecher von Enerix, schreibt ähnlich auf pv-magazine am 04.03.2026: Öl, Gas und Sonne – Deutschlands Abhängigkeiten sind gefährlich
Was mich an dieser Situation am meisten beschäftigt, ist nicht der Ölpreis selbst. Es ist die Tatsache, dass Millionen deutscher Haushalte an einem Montagmorgen aufwachen und feststellen: Ihre Heizkosten hängen davon ab, ob ein Tanker durch eine Meerenge am Persischen Golf fahren kann. Wer aber eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach hat, eine Wärmepumpe im Keller und einen Speicher an der Wand, für den ändert sich an diesem Montag nichts. Der Sonnenpreis steigt nicht. Die Eskalation am Golf zeigt, dass erneuerbare Energien Sicherheitspolitik sind.
Trotz Irankrieg sind die Preise für Sonnen- und Windstrom stabil: Der seriöse Bericht des immer glaubwürdigen Online-Fakten-Magazins Postillon sei vor allem Fossil-Freund:innen ans Herz gelegt: www.der-postillon.com/2026/03/wind-sonne.html
cleanthinking.de schreibt heute am 19.03.2026: Seit dem 1. März bombardieren die USA den Iran. Die Straße von Hormus ist geschlossen, Öl- und Gaspreise steigen stark - heute neuerlich. Und was passiert in Deutschland? Ministerin Katherina Reiche fordert Gas-Fracking. Fraktionschef Jens Spahn will irgendwie irgendwann kleine, modulare Atomreaktoren. WELT-Chefreporter Wissenschaft Axel Bojanowski erklärt Erneuerbare zum Problem. Die Bundesregierung gibt strategische Ölreserven frei. Die Antwort der DIW-Ökonomin Claudia Kemfert in Ihrem neuen Buch "Kurzschluss": Erneuerbare Energien sind dezentral, resilient und unerpressbar. Kein Autokrat kann den Hahn abdrehen, wenn Millionen Solardächer die Versorgung sichern. Das ist keine Utopie. Das ist Physik und Ökonomie.
Netzpaket streut Sand ins Getriebe der Flächenausweisungen
Ein zweites, durch den Bundesverband WindEnergie (BWE) beauftragtes Rechtsgutachten der Kanzlei bbh kommt zu dem Urteil, dass die im Netzpaket vorgesehenen „kapazitätslimitierten Netzgebiete“ des Redispatchvorbehaltes in die Planungshoheit der Länder und Kommunen eingreifen, die Flächenziele infrage stellen und den gesteuerten Ausbau der Windenergie gefährden.
EEG-Novelle 2027: „Solarhandwerk fällt in die Reiche-Schlucht“
Der geleakte EEG-Entwurf aus dem Bundeswirtschafts-ministerium sorgt weiter für Aufruhr in der Solarbranche. Prof. Michael Sterner, einer der renommiertesten Energiewissen-schaftler Deutschlands, hat den Entwurf analysiert und warnt eindringlich: Das Solarhandwerk steht vor einem Abgrund, den er die „Reiche-Schlucht“ nennt – in Anlehnung an Energieministerin Katherina Reiche und als düstere Weiterentwicklung der „Altmaier-Delle„, die ab 2012 tausende Arbeitsplätze in der deutschen Solarindustrie vernichtete. Die EEG-Novelle 2027 umfasst 442 Seiten – als Verschlusssache eingestuft, nur für den Dienstgebrauch bestimmt. Mehr auf cleanthinking.de und im Video mit Ankündigung im Bild.
Die in dem geleakten Entwurf der EEG-Novelle 2027 vorgesehene Einstellung der Förderung für Erneuerbare-Energien-Anlagen bis 25 kW bedroht die Existenz der kleinen Wasserkraft. Mehr als 50% der rund 7.300 Wasserkraftanlagen in Deutschland wären davon betroffen. „Dabei macht die eigentlich auf die Vermeidung fluktuierender Einspeisung abzielende Maßnahme für die Wasserkraft überhaupt keinen Sinn.“ betont BDW-Präsident Hans-Peter Lang.
EEG-Novelle: Einbruch bei Solardächern von Ein- und Zweifamilienhäusern programmiert?
Das Bundeswirtschaftsministerium plant laut Medienberichten die vollständige Streichung der Photovoltaik-Förderung für kleine Anlagen.
Eine Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach unter Hausbesitzern, die ihre Immobilie selbst nutzen, zeigt aber deutlich: Photovoltaik ist der Schlüssel zur Anschaffung weiterer Zukunftstechnologien. Photovoltaik ist die wegweisende Technologie für die private Energiewende. Hausbesitzer, die bereits eine Photovoltaik-Anlage besitzen bzw. deren Anschaffung planen, investieren wahrscheinlicher auch weiter in emissionssparende Technologien wie Batteriespeicher, Smart Meter, Elektroauto und Wärmepumpen. (Grafik: Trends seit 2024 aus der Umfrage)
Der Altmaier-Knick führte u.a. zum Verlust von 100.000 Arbeitsplätzen
Das Wachstum der Solarenergie wurde stark von Regierungsentscheidungen beeinflusst. Zur Zeit des „Altmaier-Knicks“ (2012) war Katharina Reiche Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, das für den Ausbau Erneuerbarer Energien zuständig war. Die Energiepolitik der Merkel-Regierungen hat Deutschland um 10 Jahre zurückgeworfen.
Bildquelle: Fraunhofer ISE, Stromerzeugung in Deutschland im Jahr 2025, Folie 101, https://www.solarwirtschaft.de/datawall/uploads/2025/10/BSW-Solar_Fact_sheet_Solar_PV.pdf
Geheimpapier zur Kraftwerksstrategie: RWE drängt auf Hürden für Batteriespeicher und Privilegien für Gas
Ein Positionspapier von RWE an das Bundeswirtschaftsministerium, das pv magazine vorliegt, enthält weitreichende Forderungen zur Ausgestaltung der geplanten T-5-Auktionen im Rahmen der Kraftwerksstrategie. Das Dokument mit dem Titel „Wesentliche Anforderungen und Vorschläge zur Umsetzung der Auktionen 2026 (T-5)“ skizziert acht Kernforderungen an die Ausschreibungen ab 2026 und setzt Akzente zugunsten neuer Gaskraftwerke. Batteriespeicher würden durch die vorgeschlagenen Kriterien ins Abseits gedrängt. (Bild: RWE-Zentrale, Foto: RWE)
Gebäudemodernisierungsgesetz-Eckpunkte mit Bewertungen
Die Reaktionen auf die Eckpunkte zum geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz sind überwiegend kritisch. Begrüßt wird, dass es zumindest einen Zeitplan gibt und dass die bestehende Förderung erhalten bleiben soll. Die Grüngasquote wird meist skeptisch bis ablehnend bewertet. So berichtet pv-magazine am 26.02.2026. Die Antwort der Umweltverbände hingegen auf das neue Gesetz ist eindeutig: Der BUND nennt das neue Gesetz „unverantwortlich, teuer und klimaschädlich“. Green Planet Energy kommentiert: Damit mache die Bundesregierung „der Gaslobby ein weiteres Milliardengeschenk und lässt Bürger:innen trotz vieler Warnungen in die fossile Kostenfalle laufen. Bild: Gemeinsames Statement: Matthias Miersch (SPD), Jens Spahn (CDU) und Alexander Hoffmann (CSU) geben das Eckpunktepapier bekannt (im Hintergrund: Bundeswirtschaftsministerin Katherine Reiche), Screenshot: ARD/Phoenix
Eine Studie zeigt die fatalen Auswirkungen, wie pv-magazine am 06.03.2026 schreibt: Die in den Eckpunkten zum neuen Gebäudemodernisierungsgesetz vorgesehenen Änderungen führen zu deutlich höheren Treibhausgasemissionen und vergrößern die Abweichung von den gesetzlichen Klimazielen weiter. Im Vergleich zum bisherigen Rechtsrahmen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) vergrößert sich die heute schon bestehende Lücke zum im Klimaschutzgesetz für das Jahr 2030 verbindlich festgelegten Klimaziel von 25 Megatonnen CO₂-Äquivalenten (Mt CO2e) pro Jahr um weitere fünf bis acht Mt CO2-Äq. auf 30 bis 33 Mt CO2e pro Jahr.
Reiches Zeitplan scheitert: Heizungsgesetz kommt später ins Kabinett
Der Nachfolger des Habeckschen Heizungsgesetzes, des Gebäudeenergiegesetzes (GEG), sollte noch vor Ostern das Kabinett durchlaufen. So die Ansage von SPD und Union bei der Vorstellung der Eckpunkte zur Gesetzesnovelle des sogenannten Gebäudemodernisierungsgesetzes (GMG). Bis zum Sommer sollte das Gesetz dann in Kraft treten. Der Heizungsgesetz-Nachfolger sollte parallel zum Gaspaket am 25. März durch das Kabinett gehen. Dieser Plan ist nun passé, meldet ZFK.
Übrigens … wurde das „Habecksche Heizungsgesetz“ (Formulierung vieler Tageszeitungen, Online-Clickbait-Medien, ja sogar von Fachpublikationen wie der ZfK) tatsächlich von der letzten „echten“ GroKo im Jahre 2020 erfunden. Es heißt bis heute offiziell „Gebäudeenergiegesetz“. In Ampelzeiten hat das von Robert Habeck geführte Energieministerium die drastischen Vorgaben des Merkel‘schen GEG soweit entschärft, dass es eben KEINEN Wärmepumpenzwang mehr gab. Sprich: Die aktuelle „unechte“ GroKo will nun das Gesetz der „Alt-GroKo“ abschaffen.
Der Klima-Rollback ist abgesagt
So etwas wie einen globalen Rollback beim Klimaschutz gibt es gar nicht. Er ist begrenzt auf die USA (und in deutlich geringerem Ausmaß auf Europa). Das heißt nicht, dass der Klimaschutz schnell genug vorangeht, nicht annähernd. Aber der weltweite Erneuerbaren-Ausbau beginnt, eine Geschwindigkeit aufzunehmen, die näher am Notwendigen ist als alles, was wir bisher gesehen haben.
Gleichzeitig müssen wir uns mit der Idee anfreunden, dass das keine tolle Errungenschaft einer demokratischen Staatengemeinschaft ist: Gewinnt die Menschheit den Kampf gegen den Klimawandel, dann wird es der Verdienst der autoritär regierten Volksrepublik China gewesen sein. (aus dem Newsletter von [email protected] vom 19.02.2026), Bild: pixabay.com
Kontinuität mit frischem Wind im Vorstand von KLIO in Ober-Ramstadt
Die Klima-Initiative Ober-Ramstadt e.V. (KLIO) meldete am 17.02.2026: Bei der gut besuchten Jahreshauptversammlung am 09.02.2026 wurden – mit einer Ausnahme – die bisherigen Mitglieder des Vorstands und des erweiterten Vorstands einstimmig bestätigt. Auf eigenen Wunsch verließ Bettina Hofmann (bisher Kasse) den Vorstand, bleibt aber aktives Mitglied. Unser Vorstand hat dem Nachbarverein "Frohes Schaffen und alles Gute für die Zukunft!" gewünscht. (Bild: der neue Vorstand, es fehlt Wilfried Hahn,Bildquelle: KLIO)
Verbraucher setzen auf Luft-Wasser-Wärmepumpen
PV-magazine meldet in seinen News von 13.02.2026: "Mit einem Marktanteil von rund 95 Prozent werden Luft-Wasser-Wärmepumpen in Deutschland am häufigsten gekauft. Insgesamt wurden 283.000 Stück im Jahr 2025 abgesetzt. Das entspricht einem Plus von 59 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2024. Sole-Wasser-Wärmepumpen kamen auf eine Stückzahl von 13.500 Einheiten mit einem Plus von 7 Prozent – so der BDH. Das Interesse an neuartigen Wärmepumpensystemen ist laut Energie-Trendmonitor 2026 mehrheitlich groß: 55 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher wünschen sich beispielsweise eine Wärmepumpe, die direkt im Heizungskeller installiert wird und nicht draußen vor dem Gebäude." (Bildquelle: stiebel-eltron.de)
Reiche will ihre Zerstörungsaufgabe vollenden
Heinz Wraneschitz kommentiert in den DGS-News vom 13.02.2026: Unglaublich aber wahr! Als ich Katherina Reiche im letzten Sommer als „Trojanisches Atompferd der Bundesregierung“ bezeichnet habe, konnte ich mir nicht vorstellen, was sie jetzt versucht: Die CDU-Ministerin will schlichtweg den fossilen Energieputsch. Denn die Pläne ihres Energieministeriums, die in dieser Woche bekannt wurden, sind nichts anderes als Reiches Versuch einer Energierückwende. Die Abnahmeverpflichtung von Ökostrom hat 1990 eine CDSU/FDP-Bundesregierung unter Führung von Helmut Kohl erfunden! Frau Reiche will also offensichtlich vernichten, was der CDU-Übervater damals beim Ökostrom auf die Beine bzw. in die Stromnetze gebracht hat. Den Niedergang der hiesigen Solarindustrie hat sie als Parlamentarische Staatssekretärin schon in den Jahren 2009 bis 2013 gemeinsam mit Umweltminister Peter Altmaier mit auf den Weg gebracht. Sogar der Europäische Rechnungshof fordert inzwischen, diesen damals angerichteten Scherbenhaufen durch den Neuaufbau hiesiger Solar-, Wind- oder Batteriefabriken endlich zu beseitigen.
ZDF Frontal 21 hat ausgiebig recherchiert und den kompletten Verlust der damals weltweit führenden deutschen Solarindustrie mitsamt rund 100.000 Arbeitsplätzen seit 2012 aufgrund der EEG-Gesetzesänderungen dokumentiert. Ähnliches droht heute durch Reiches Gesetzesvorschläge zur EEG-Novelle, dem Netzpaket sowie dem Gebäudemodernisierungsgesetz 2026 und anderen Vorschlägen. Hier ist der sehenswerte Bericht von ZDF Frontal 21 vom 17. März 2026.
Katherina Reiche jedoch will genau das Gegenteil: ein womöglich zehn Jahre dauerndes Ökostrom-Ausbaumoratorium festzurren. Auch Hans-Josef Fell äußert sich mit seinem neuesten Artikel zu dem Vorstoß der Ministerin und zum Aufruf von oben links auf dieser Seite sowie auch der Energie-Experte Tim Meyer mit guten Argumenten. Der BSW-Solar berichtet unter "CDU/CSU-Wähler gegen Solartechnik-Ausbaubremse" von unerwarter Abneigung. Und der BWE meldet zudem: "Netzpaket europarechtlich unzulässig". PV-magazine berichtet am 24.02.2026: Wer hat den „Redispatch-Vorbehalt“ erfunden? Eon! (Karikatur: Richard Mährlein).
Protestiert dagegen und unterzeichnet einen Aufruf!
Ausbildung zu Solarteur in Burkina Faso, Afrika
Im Hintergrund des Bildes die PV-Dachanlage, die von einem Gundernhäuser gespendet wurde und die dieses dreigeschossige Werkstattgebäude und noch ein Administratiosgebäude mit Strom versorgt (Insellösung). Bild aus einem Kurzfilm von Finanzvorstand Wolfgang Jakob, z.Z. in Burkina Faso. Weitere Spenden bitte über online-Formular.
Nach 5 Jahren gestern Grundsatzurteil für den Klimaschutz
Ein Krimi ging gestern Nachmittag mit der Verkündung des Urteils in der Klimaklage gegen die Bundesregierung zu Ende. Worum ging es der DUH in der Klage? Um ausreichende Maßnahmen, um die Klimagasemissionen Deutschlands bis 2030 um 65 Prozent zu reduzieren, so wie es das deutsche Klimaschutzgesetz vorsieht. Das Urteil: Die DUH ist klageberechtigt und die Bundesregierung muss ein Klimaschutzprogramm umsetzen, mit dem das Minderungsziel von 2030 eingehalten wird. Ein Sieg auf ganzer Linie.
Reich(e)lich unbeliebt
Selbst die WELT berichtet nun, dass die
Bundes-wirtschaftsministerin Katharina Reiche mit ihrem aktuellen Kurs bei der Bevölkerung, aber auch bei der Wirtschaft derzeit schlechter ankommt als Robert Habeck in seiner schlechtesten Zeit.
Da tritt der Wirtschaftsbericht mit Mini-Wachstum fast in den Hintergrund.
(Foto: Bundesregierung/Jesco Denzel)
e-netz Südhessen hat Pflichtrollout vorzeitig erreicht
Der hiesige grundzuständige Messstellen-betreiber e-netz Südhessen AG hat die die 20-Prozent-Vorgabe beim Pflichtrollout von intelligenten Messsystemen (iMSys, auch Smart Meter genannt) zum 31.
Dezember 2025 bereits Ende September 2025 vorzeitig erreicht. Wer nicht im Netzgebiet der e-netz Südhessen AG wohnt, kann seine Daten im Smart-Meter Atlas nachsehen. Der Atlas zeigt für sämtliche
814 grundzuständigen Messstellenbetreiber an, welche Quote sie beim Smart-Meter-Pflichteinbau erreicht haben, wie pv-magazine meldet.
Bild: Smart-Meter-Initiativ
Der Smart-Meter-Rollout in Deutschland nimmt seit Anfang 2025 Fahrt auf, ist jedoch noch ungleichmäßig. Die Einbauquote intelligenter Messsysteme (iMSys) bei den Pflichtfällen (Verbrauch > 6.000 kWh/Jahr, PV-Anlagen > 7 kW) lag laut Bundesnetzagentur zum Jahreswechsel 2024/2025 bei knapp 14-15 %. Das Ziel ist eine beschleunigte Digitalisierung, wobei große Messstellenbetreiber bereits über 20 % Quote erreichten
Pollutocrat Day, schon mal gehört?
Oxfam hat es ausgerechnet und dem 10. Januar einen Namen gegeben: Pollutocrat Day. An diesem Tag hat das reichste Prozent der Weltbevölkerung sein gerechtes Jahresbudget an CO₂-Emissionen bereits verbraucht – jene Menge, die pro Kopf noch ausgestoßen werden darf, um das 1,5-Grad-Ziel nicht zu gefährden. Z.B. fliegen Hunderte Privatjets Gleichzeitig zum Weltwirtschaftsforum, wo über Klimarisiken diskutiert wird. Und in Deutschland will die CDU den Begriff „Klimaneutralität" neu definieren – auf 90 Prozent Reduktion statt Netto-Null. Die Grafik zeigt: In der Woche des WEF 2025 in Davos wurden 709 zusätzliche Privatjet-Flüge registriert (Quelle: Cleanthinking).
Um das 41-fache verschätzt: Warnung vor industriellem Einbruch durch Katherina Reiches künstliche Energieverknappung
Ein EWI-Gutachten lenkte bereits 2012 die Bundesregierung. Heute liegen korrekte Ausbauzahlen vor – dennoch setzt die Ministerin die damalige Bremsrhetorik fort, statt konsequent auf eine beschleunigte Energiewende zu setzen. Eine Analyse dieses anhaltenden Widerspruchs von Hans-Josef Fell.
Rekord-Ausschreibungen und mehr Neuanlagen 2025 bei Windenergie
Der deutsche Windenergiemarkt befindet sich 2025 auf einem Wachstumskurs. Im Gesamtjahr wurden lt. IWR brutto über 5.400 MW (2024: 4.045 MW) neue Windkraftleistung in Betrieb genommen (Bild: IWR/Schlusemann).
Alternative zur Einspeisevergütung: Solarstrom an Nachbarn verkaufen
Ab Juni 2026 wird es möglich sein, Solarstrom lokal zu teilen und unbürokratisch an die Nachbarn zu verkaufen. Das Energy Sharing ist nach Einschätzung von Zukunft Altbau eine attraktive Alternative zur Einspeisevergütung von Solarstrom. Mehr bei solarserver.de (Bild: Zukunft Altbau).
Gasnetz-Stilllegung: Netzkosten könnten um 1.000% steigen!
Besitzer von Gasheizungen könnten bald in die Röhre gucken: Da viele zur Wärmepumpe wechseln, wird das Gasnetz für jeden Abnehmer immer teurer. Es drohen eine Verzehnfachung der Netzkosten! Die Gasnetzbetreiber sind hingegen fein raus: Denn dank flexibler Abschreibungsregeln können sie ihre gesamten Kapitalkosten, inklusive ineffizienter Investitionen, auf die Netzentgelte umlegen. (Foto: energie-experten.org).
Eine neue Studie von Fraunhofer hat nun die Mehrkosten berechnet, mit denen Besitzer von Gasheizungen rechnen müssen, wenn sie weiterhin mit Gas heizen.
Steuerung von PV, Speicher & Wallbox direkt über Smart Meter des Netzbetreibers
Bayernwerk hat erfolgreich gezeigt, dass steuerbare Anlagen wie PV, Wallboxen oder Speicher direkt über das Smart-Meter-Gateway und ohne zusätzliche Steuerbox angesteuert werden können – mit einer Erfolgsquote von fast 100 Prozent. Das Verfahren ist hochaktuell: Nach dem erfolgreichen Feldtest und der neuen BSI-Grundlage startet 2026 die Zertifizierung, der breite Praxiseinsatz ist ab Mitte 2026 geplant. (Foto: Michael Bartels / Bayernwerk).
Öffentliche Stromerzeugung 2025: Wind und Solar erstmals als Doppelspitze
Der Anteil der in Deutschland in das öffentliche Stromnetz eingespeisten erneuerbaren Energien am Strommix, der tatsächlich aus der Steckdose kommt, lag 2025 wie im Vorjahr bei 55,9 Prozent. Der stärkste Nettostromerzeuger war dabei die Windkraft, gefolgt von der Photovoltaik, die ihre Produktion um 21 Prozent steigerte und somit erstmals die Braunkohle überholte, wie Fraunhofer ISE meldete.
Der CO2-Fußabdruck der Feldlerche (und seine quantenphysikalische Interpretation)
Vorsicht: Eine Weihnachtsglosse von Stefan Parhofer
Jeder kennt sie: die Feldlerche. Ähnlich wie der Rotmilan bei den Windprojektierern erfreut sie sich nicht der uneinge-schränkten Sympathie der Photovoltaik-Gemeinde. Dafür können die Tiere aber nichts, denn die vielen Bestimmungen zum Naturschutz wurden von Menschen gemacht, nicht von Feldlerchen.
Foto: Pixabay.com
Warum ist das so? Rechnen wir es einfach mal durch: Meiner Erfahrung nach nistet je zehn Hektar Projektfläche durchschnittlich (mindestens) ein Feldlerchenpaar, also zwei Feldlerchen. Diese können das Projekt oftmals um viele Monate verzögern – sagen wir, im Durchschnitt, drei Monate. Bei 360 Gramm CO2/Kilowattstunde im deutschen Strommix ergibt das einen einmaligen CO2-Fußabdruck von: 10 Megawatt x 1100 Kilowattstunden/Kilowatt x 0,25 (Jahre) x 360 Gramm CO2/Kilowattstunde » 1000 Tonnen CO2! Also 500 Tonnen CO2 pro Feldlerche! weiter im Text
Zugvögel meiden Windenergieanlagen fast vollständig
Eine neue Studie des Bundesverbands Windenergie Offshore (BWO) in einem küstennahen Windpark in Norddeutschland belegt, dass das Kollisionsrisiko mit Zugvögeln deutlich geringer ist als bisher angenommen.
Für die Studie wurden modernste Methoden eingesetzt: KI-gesteuerte Stereokameras bestimmten die Flugaktivität im Rotorbereich, während ein spezialisiertes Vogelradar das Zuggeschehen aufzeichnete (Bildquelle: BioConsult SH GmbH & Co. KG, Textquelle: SW&W-Redaktion).
Akteneinsichtsausschuss zur Windkraft
Der Ausschuss tagte erstmals am Mi 08.10.2025 ab 16:30 Uhr öffentlich im historischen Rathaus Roßdorf. Eindrücke dazu gibt es hier inkl. Artikel im Darmstädter Echo vom 10.10.2025. Für die nächste Gemeindevertretersitzung am 07.11.2025 haben die Fraktion von B90/Grüne zwei und die SPD einen Antrag gestellt: mit Fragen zur Akteneinsicht und zur europaweiten Ausschreibung. Hier Antwort 1 und 2 zu den Anträgen von B90/GRÜNE.
Streit um Windkraft spitzt sich weiter zu
Die Roßdörfer Legislative plant rechtliche Schritte gegen die Verwaltung, um Beschlüsse durchzusetzen (Artikel im DE). Zur Gemeindevertretersitzung folgte ein weiterer Artikel im DE am 01.07.2025 und ein Artikel im RAZ am
03.07.2025 von REG.eV sowie weitere von den Fraktionen der Parteien und Wähler-Initiativen. Überregional hat die Frankfurter
Rundschau am 12.07.25 darüber geschrieben. Mittlerweile ist die Klage vom 04.08.2025 beim Verwaltungsgericht Darmstadt eingereicht und dem Vorstand der Gemeinde zugestellt, dazu im
Darmstädter Echo v.
4.9.25 und nun auch Wulf Kraneis bei Radio
Darmstadt, Heiko Hoffmann berichtet zur Gemeindevertretersitzung am 19.09.2025 (Darmstädter Echo vom 26.09.2025).
Wir sind jetzt Vereinsmitglied und unterstützen auch eine Petition im deutschen Bundestag zur Stromspeicherung mit diesen Forderungen:
Wenn sie bzw. du die Ausschusssitzung erleben möchtest, dann schaue den Livestream des Bundestages vom 13.10.2025 ab 13 Uhr nach ca. 1 Std. des Streams (zuvor: Vergütung von Hausärzten).
Fördersätze PV-Dachanlagen
Neu bei REG.eV: EEG-Fördersätze für PV-Dachanlagen, jetzt auch mit Mieterstrom (Stand 14.08.2025)
Für Interessenten
Die kooperierenden Initiativen führen Wartelisten - hier geht es zum Online-Formular Wartelisten-Aufnahme (in ca. 50 Orten). Die laufende Aktion endet am 02.11.2025.
Gründung einer Initiative
Hierzu gibt es als Service jetzt ein eigenes Formular.